Reggio-Pädagogik

Die Reggio-Pädagogik hat das Ziel, bei den Kindern Ganzheitlichkeit, Autonomie, Kompetenz und Gemeinschaftlichkeit zu fördern. Sie will die Entwicklung zur Kritikfähigkeit, die Urteilskraft, das experimentelle Denken, die Kreativität, das kooperative, das soziale Verhalten unterstützen und zur Gleichberechtigung zwischen Jungen und Mädchen sowie das Zusammenleben von Kindern ohne und mit Behinderungen fördern.

Kinder lernen durch alltägliche Erfahrungen

Das Bild vom Kind wird in der Reggio-Pädagogik von der Überzeugung geprägt, dass Kinder über ein großes Maß an Kompetenzen verfügen und interessiert sind, diese zu erweitern. Sie zeichnen sich dabei durch Energie und Kreativität sowie durch eine eigene Kultur aus, in der Realitätssinn und Fantasie eng miteinander verbunden sind. Kinder lernen durch alltägliche Erfahrungen, durch Erkunden, Experimentieren und vor allem auch dadurch, dass sie ihre Entdeckungen, Erlebnisse, Empfindungen und Deutungen mit ,,hundert Sprachen" zum Ausdruck bringen, zum Beispiel mit Worten, Bildern, darstellendem Spiel.

Grundlagen

Die Reggio-Pädagogik ist ein aus der pädagogischen Praxis kommendes, erfahrungsoffenes und experimentelles Konzept, das den Kenntnisstand der neueren Lern-, Entwicklungs- und Sozialisationstheorie zum Beispiel Piagets, Bruners oder Watzlawicks integriert. Grundsätzliche Orientierungspunkte der Reggio-Pädagogik sind ein humanistisches Menschenbild und eine demokratische Gesellschaftsvorstellung.

Wichtigster Inspirator des Konzepts war der 1994 verstorbene langjährige Leiter des Koordinationsbüros der kommunalen Kindertagesstätten in Reggio Emilia, Loris Malaguzzi.

Quelle: Monika Seyrl (VHS Brigittenau)